Anders sein – Ist doch nichts Besonderes! (Blog)

Anders sein – Ist doch nichts Besonderes! (Blog)

Bisweilen wird Einzigartigkeit mit besonders speziell sein gleich gestellt. Ich behaupte: Einzigartigkeit ist nichts Besonderes!

Voll normal!

Im Grunde ist es jedem klar. Menschen sind verschieden und jeder ist irgendwie anders, ein Unikat.

Einige haben zwar ähnliche Interessen, Stärken und Gemeinsamkeiten. Doch gibt es niemals ein und denselben Menschen in dieser/seiner Kombination noch einmal. Das reicht von Charakter, Temperament und Persönlichkeit hin zu physischen Attributen, Eigenschaften, Fähigkeiten und mehr.

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Da jeder Einzelne von uns bereits ein Unikat ist, bedeutet dies im Umkehrschluss, dass Einzigartigkeit per se nicht nur nichts Besonderes, sondern sogar die Regel ist!

Jeder ist besonders. Jeder ist wertvoll. Auf seine Art und Weise.

Wenn Einzigartigkeit die Regel ist, wird automatisch der Begriff „normal sein“ in Frage gestellt. Was heißt „normal“? Existiert ein allgemeines „Normalsein“ wirklich?

Wie jetzt?!

Voll besonders!

Ständig begegnet man auf der Straße schrägen Typen in ausgefallenen Klamotten oder trägt selbst eben solche (..Klamotten). Man reist zu den entlegensten Orten auf der Welt, legt sich die ausgefallenste Technik zu, hat einen unkonventionellen Arbeitsstil, hat dieses eine Grübchen beim Lachen, diese rauchige Stimme, den verbogenen, krummen kleinen Finger und kann die Zunge zweimal falten…

Das ist doch nicht normal! Das ist ganz besonders besonders!

Halt, stopp, immer mit der Ruhe.

Voll normal und voll besonders!

Jeder ist besonders. Jeder ist wertvoll. Auf seine Art und Weise. Das ist eigentlich so selbstverständlich, dass man meinen könnte, darüber nicht sprechen zu brauchen.

Was sich jedoch vermischt und in Konflikt gerät sind zwei grundlegende Bedürfnisse des Menschen:

  • Sich Hervorheben wollen
  • Dazugehören wollen

Wie passt das zusammen?

Einerseits ist es uns ein inneres Verlangen sich zugehörig und aufgehoben zu fühlen, z.B. einer Gemeinschaft einer Gruppe, etc.

Gleichzeitig streben wir danach heraus zu stechen, aufzufallen, individuell zu sein.

Belastung oder Bereicherung?

Belastende Sichtweise:

Das ist der Grund, warum es schmerzt, wenn dich jemand abstempelt und behauptet du seist komisch, eigenartig oder schrullig.

Solche Aussagen stehen absolut konträr zum eigenen Bedürfnis der Zugehörigkeit. Gerade an Tagen, an denen es nicht läuft und man einfach nicht auf der Höhe ist, tendiert man zu einer negativen Interpretation.

Leuchttürme (Poesie)

Bereichernde Sichtweise:

Hast du aber eine gefestigte und positive Selbstwahrnehmung, so ist diese Deutung mögich:

Der Mensch sagt, dass ich anders bin als er – ungleich. Doch wie sollte es anders sein? Wir haben verschiedene Eltern, verschiedene Startbedingungen, verschiedene Leben. Eine Wertung hat nichts mit meiner Person selbst zu tun, sondern mit den Erwartungen und Vorstellungen meines Gegenübers. Denn Erwartungen werten. Erwartungen urteilen.

Und was ist mit denen, die partout nicht dazu gehören und um jeden Preis auffallen wollen?

Ausnahme:

  • Es gibt sie - die Exzentriker. Wahren Exzentrikern ist es nicht wichtig, was andere von ihnen denken. Sie drücken sich einfach so aus wie sie sind, sei es durch den Kleidungsstil, die Redeart, etc. und scheren sich nicht darum wie dies vom Umfeld aufgenommen werden könnte.

Doch es geht um diejenigen, die Auffallen wollen, des Auffallens wegen. Es geht äußerlich um Anerkennung, positive als auch negative Aufmerksamkeit und innerlich um Selbstzweifel.

Es geht äußerlich um Anerkennung, positive als auch negative Aufmerksamkeit und innerlich um Selbstzweifel.

Des Pudels Kern

Letztendlich steckt hinter beidem – ob herausstechen oder dazugehören wollen – die gleiche Sehnsucht:

Als Mensch/Person/Individuum erkannt und akzeptiert zu werden

Ja. Jeder ist anders – und das ist gut so!

Jeder hat sein eigenes Normal. Oder wenn du es umdrehen möchtest, seine eigene Verrücktheit.

Die Sehnsucht danach als Mensch/Person/Individuum erkannt und akzeptiert zu werden.

Halte ich mich aus, halte ich die anderen aus?

Anders sein muss man aushalten können. Man selbst sein muss man aushalten können.

Sobald etwas verschieden ist, entsteht „Reibung“. Dies macht sich mal mehr, mal weniger bemerkbar und im Zwischenmenschlichen kann das verdammt unangenehm und frustrierend sein.

Leider gibt es kein Allheilrezept gegen diesen „Reibungsfrust und -schmerz, der in und wieder auftriitt. Zumindest habe ich dies noch nicht gefunden.

Es gibt jedoch Zutaten bzw. Eigenschaften, die dir helfen und den Schmerz lindern können:

Z.B Geduld, Verständnis, Humor, Offenheit, ...

Kultiviere diese Eigenschaften und übe dich in ihnen. Sie vermögen so manche Situation für dich entspannen. Das passiert nicht von heute auf morgen, sondern braucht seine Zeit. Doch deine Belohnung ist:

Anstatt dem unangenehmen Gefühl etwas aushalten zu müssen, wird allmählich Gelassenheit an diese Stelle treten.

Anders sein, hat unendlich viele Facetten:

  • Vegan/ Vegetarisch
  • Meinung, Arbeitsweise, ...
  • Kleidungsstil, Geschmack, Humor, ...
  • Haut-/Haarfarbe, ...
  • Behinderung, Einschränkungen, ...
  • Körperliche/geistige Konstitution
  • ...
  • Wichtig: Nicht dauerhaft in den „Alle anderen sind doof“- Modus verfallen

Mit welchen anderen Verrückten und Normalos ist man kompatibel?

Aber du kennst sicher auch den Effekt, dass dir im Umfeld bestimmter Menschen die Dinge leichter fallen, du besser drauf und witziger bist oder einfach nur ein gutes Gefühl hast.

Du spürst es: Diese Menschen tun dir gut! Das können Familie, Freunde, kurze Bekanntschaften, aber auch Unbekannte sein, die dir wohlgesinnt sind.

Suche ihren Kontakt, umgib dich und genieße die Zeit mit ihnen. Lasse dich so in einem sicheren Umfeld inspirieren. Indem Unterschiede zusammengebracht werden, lernst du andere Perspektiven kennen und beleuchtest vorher nicht gesehene Aspekte. Aspekte einer Erfahrung, eines Erlebnisses, aber auch zuvor verborgene Teile der eigenen Persönlichkeit werden stimuliert und haben die Möglichkeit sich zu entfalten.

Was will ich? Was brauche ich?

Wir alle streben nach Anerkennung.

Zuallererst und -vorderst jedoch müssen wir uns selbst anerkennen.

Wir brauchen nicht auf Teufel komm raus nach Aufmerksamkeit heischen. Wozu der krampfhafte Individualismus? Individualität muss nicht explizit unterstrichen und herausgekehrt werden. Individuell ist man einfach. Authentizität kommt von Innen heraus.

Wozu der krampfhafte Individualismus? [...] Individuell ist man einfach. Authentizität kommt von Innen heraus.

Mach dich auf den Weg

Umarme bescheiden deine Einzigartigkeit. Erkenne deine Fähigkeiten, Stärken und Neigungen. Akzeptiere liebevoll deine Schwächen und Unzulänglichkeiten.

Sei offen, tolerant, neugierig und geduldig.


Du bist voller Wunder.

Du bist wundervoll.

Du bist einzigartig. Und die anderen auch, nur eben anders.

Kämpfst du manchmal mit deinem eigenen Anderssein oder dem Anderssein der anderen?

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