Von Schöpfern und Optimierern - Nutzt du dein Potential? (Blog)

Von Schöpfern und Optimierern - Nutzt du dein Potential? (Blog)

Abgesehen von den offensichtlichen Interessen, nehmen wir selbst oft gar nicht richtig wahr, welcher Schatz in uns verborgen ist und erleben erst im Miteinander unser Potential.

Neulich hatte ich ein Gespräch mit einem Freund.

Vorlieben, Talente, Stärken

Es ging um die Marsbesiedelung, die wir vor mehr als einem Jahrzehnt mit der Clique geplant hatten. Jung, dynamisch und visionär wie wir waren und noch immer sind, kamen wir wieder auf dieses Thema zu sprechen. :)

Da sagte er: "Ich glaube, ich bin eher so der Verbesserer. Mir fällt es leichter Dinge zu optimieren als etwas zu erschaffen."

Ich antwortete: "Das trifft sich gut! Ich habe mehr Freude daran etwas Neues zu kreieren."

Wir kamen also zu dem Schluss, dass es geschickt sei, wenn ich vorginge (auf den Mars) um mich kreativ aus zu toben und er etwas später nachkäme, um den Feinschliff zu machen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass er oder ich auch nur annähernd in die Verlegenheit kommen werden, demnächst den Mars zu erobern, ist vermutlich sehr gering.

Fragst du dich, warum ich dennoch ein solches Hirngespinst für niederschreibenswert hielt?

Bleiben wir bei unserem Gedankenexperiment

Stell dir vor, dass es doch mein Verbessererfreund wäre, den wir bei einer Marsmission vorschickten. Sein Auftrag: Mach was aus diesem augenscheinlichen Nichts!

Wird er es schaffen?

Sicherlich. Irgendetwas würde er schon zusammen schustern. Gut möglich, dass es ihn eine Menge Hirnschmalz und Zeit kosten würde, dennoch käme am Ende schon etwas Brauchbares bei rum. Und ich würde in diesem Rollentausch später bestimmt auch ein paar Verbesserungs- und Optimierungsvorschläge finden. Es würde gut werden.

ABER ich wette mit dir, dass es besser klappt, wenn wir unseren jeweiligen Neigungen und Stärken nachgehen.

Passenderweise ergänzen mein Freund und ich uns in diesem Beispiel.

Es gibt – jetzt rücken wir von der Marsbesiedelung ab - so viele Aufgaben in der Welt, dass irgendwo für jeden etwas dabei ist.

Warum solltest du dauerhaft Energie für ein Ergebnis, dass okay bis gut ist, investieren, wenn du woanders exzellent sein könntest?

Ich frage dich, warum solltest du dauerhaft Energie für ein Ergebnis, dass okay bis gut ist, investieren, wenn du woanders exzellent sein könntest?

Klar, dass man nicht immer das machen kann, wonach einem gerade der Sinn steht. Verpflichtungen und äußerem Umstände geben oft einen bestimmten Rahmen vor.

Und nicht selten bringt es einen Mehrwert sich auch durch unangenehme Aufgaben und Tätigkeiten durchzubeißen.

Wovon ich jedoch spreche, sind keine Launen, sondern all die verborgenen Talente und Fähigkeiten, die in jedem von uns stecken. Das Potential, was in dir schlummert. Dabei ist es völlig egal, ob du lieber mit Menschen oder mit Zahlen kannst. Ob deine Stärke ist, die Ruhe zu bewahren, während dein Umfeld bereits den Notstand ausruft oder du gern bäckst, kochst, Dinge sammelst oder von Uhrwerken fasziniert bist.

Die eigenen Talente und Fähigkeiten (er)kennen

Abgesehen von den offensichtlichen Interessen, nehmen wir selbst oft gar nicht richtig wahr, welcher Schatz in uns verborgen ist und erleben erst im Miteinander unser Potential.

Das äußert sich dann zum Beispiel in einem:

  • „Danke, dass du mir geholfen hast!“ oder
  • „Du kennst dich doch mit XY gut aus“ oder
  • „Komm zu uns, du bist immer ein toller Gesprächspartner“.

Selbst abfällige Bemerkungen über vermeintliche Schwächen stupsen dich auf Eigenheiten, die in einem anderen Zusammenhang gut brauchbar sein könnten, zum Beispiel:

  • „Boah, dass du ständig aufräumen musst!“ deutet auf die Fähigkeit hin, Ordnung und Struktur zu schaffen
  • „Sei nicht immer so penibel!“ bedeutet, dass man allgemein sehr gründlich arbeitet und schnell Abweichungen von einem vorgegeben Sachverhalt erkennen kann
  • „Du Labertasche!“ Ganz klar Redegewandtheit. Der Inhalt ist dann erstmal zweitrangig ;)
  • „Du bist so ein Sensibelchen!“ zeigt erhöhte Aufmerksamkeit und Empfindsamkeit für Umstände, die andere nicht oder erst mit Zeitversatz wahrnehmen.

Das heißt nicht, dass es einfach ist einer Tätigkeit oder auch einem Beruf nachzugehen, die bzw. der mit den eigenen Neigungen übereinstimmt. Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass es erfüllender oder gar nützlicher oder relevanter als andere Aktivitäten sein könnte. Für dich persönlich und somit am Ende doch auch fürs große Ganze.

Jeder hat eine ganz persönliche Toolbox an Talenten, Fähigkeiten, Stärken und Schwächen.

Jeder hat eine ganz persönliche Toolbox an Talenten, Fähigkeiten, Stärken und Schwächen.

Die Frage ist, wie und ob wir diese nutzen.

Wie gehst du damit um? Wie setzt du deine Werkzeuge ein? Nutzt du dein Potential? Hält dich etwas auf? Wenn ja, was?

Schreib einen Kommentar!

Noch keine Kommentare vorhanden.

Was denkst du?

Kreativer Querdenker, sensibler Dauergrübler oder innovativer Träumer?

Erkenne, dass du wunderbar bist. Jeder hat seine eigene Normalität. Mach deine Welt heil. Mach dich heil.
Hol dir jetzt den Newsletter und bleib auf dem Laufenden, denn du bist nicht allein!
© 2019 all rights reserved