Die Welt ist schnell. Die Kunst darf langsam sein. Und das Leben? (Blog)

Die Welt – Was uns umgibt, wo wir leben, wo wir arbeiten, mit wem wir sind, etc.

Die Schnelligkeit der Welt ist sicherlich dem werten Leser ein Begriff. Wer darauf noch nicht gestoßen ist, der wird spätestens beim Abschicken seiner Brieftaube feststellen, dass diese völlig verwirrt durch die Lüfte wankelt, während WhatsApp-Nachrichten, Emails, Facebook-Posts und Instagrambilder im Millisekundentakt an ihr vorbei zischen.

So oder so ähnlich stelle ich mir das vor.

Ist das Kunst oder kann das weg?

Die Kunst – Dem ein oder anderen wird da der geläufige Spruch einfallen: Ist das Kunst oder kann das weg?

Darin tut sich auf, dass Kunst höchst subjektiv ist und sich damit einer objektiven Bewertung entzieht. Ganz im Gegensatz zum Leistungs-, Erfolgs- und Vergleichsdruck, der sich durch Gesellschaft und Gedanken, ja selbst Gefühle zieht.

Wie jetzt – Erfolgsdruck bei Gefühlen?

Vielleicht hast Du das schon einmal erlebt: In Dir kommt eine Emotion hoch – sei es Wut, Eifersucht, Angst oder Neid, nur als Beispiele – und im nächsten Moment schaltet sich das Großhirn mit seinem Rotstift ein und markiert: „Nein, das ist falsch. So darfst Du Dich nicht fühlen. Das ist verkehrt. So darfst Du nicht sein“. Vielleicht zeigt es auch noch auf andere Personen und sagt, dass die da drüben sich schließlich auch nicht so anstellen oder dass du so und so fühlen müsstest.

Wait a minute, Mr. Großhirn

Schließlich wird dem lieben Großhirn von überall her beigebracht, was vermeintlicher Erfolg ist und es sucht sich davon eine bunte Mischung aus. So sehen wir uns als gleichmütig, friedliche Felsen in der Brandung des Lebens, als super-fitte und allzeit bereite Power-Moms und -Dads, die den Alltag jonglieren. Immer positive Tierchen, die wahlweise die Weltmacht oder andere Geschäfte an sich reißen während sie sich dabei unglaublich gesund ernähren – mit oder ohne Kohehydrate, Fleisch, Plastik, Pestizide, nur abends, nur morgens, etc.

Zugegeben eine etwas überspitzte Formulierung doch es zeigt sich hier das immense Ausmaß an Eindrücken, die tagtäglich auf uns einprasseln und uns prägen, ob wir wollen oder nicht.

Zurück zur Kunst.

Was ist denn jetzt Kunst?

Betrachten wir Kunst als Solches und mit weitem Blick, dann wird bei Kunst immer etwas erschaffen. Die Bewertung und Beurteilung steht dabei auf einem ganz anderen Blatt.

Kunst ist ein kreativer, ein schöpferischer Prozess. Denn im Grunde bedeutet genau dies Schöpfung – etwas zu erschaffen.

Dafür muss man kein „ausgemachter Künstler“ im beruflichen Sinne sein oder wie es oft verstanden wird.

Jeder ist ein Künstler

Andersherum betrachtet, ist vom Grunde her Jeder von uns ein Künstler und Schöpfer: Wir bauen Sandburgen und pflanzen Blumen. Gründen Unternehmen und lassen Luftschlösser entstehen. Wir säen Gedanken und haben Ideen. Wir zaubern Lächeln in Gesichter und so manches Mal auch Tränen. All dies sind schöpferische Prozesse, die deinem Deinem Handeln, Denken und Fühlen entstammen.

Das ganzes Leben ist Kunst.

Dies bedeutet, dass in Jedem von uns ein Schöpfer steckt, dass Du es in der Hand hast, dieses Kunstwerk zu gestalten und zwar so, wie es gut für Dich ist. Du kannst es Dir erlauben. Du darfst es Dir erlauben. Ja, Du musst es Dir sogar erlauben. Denn Du bist der verantwortliche Gestalter.

Da kann die Welt noch so schnell rennen.

Mir persönlich kommen dabei noch Begriffe wie Angst und Eigenverantwortung in den Sinn. Doch dazu ein anderes Mal.

Um das Artikel hier abzuschließen:

Ich mach mir die Welt, widde widde wie sie mir gefällt!

Pippi Langstrumpf

Diese junge Dame hat das sehr schnell begriffen. Ich für meinen Teil, übe noch.

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