Sinn, Suchen und Finden. Bist du bereit Platz zu nehmen?

Sinn, Suche und Finden

Die Frage“nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest“, kurzum: Die Frage nach dem Sinn des Seins. Kommt dir das bekannt vor? Du wärst jedenfalls weder die/der Einzige noch die/der Erste. In Anlehnung an „Per Anhalter durch die Galaxis“ und die berühmte „42“: Von Fragen und Antworten, vom Suchen und Finden. Bist du bereit Platz zu nehmen?

Sinn des Seins: Per Anhalter durch die Galaxis

Kennst du „Per Anhalter durch die Galaxis“? Dies ist ein Science-Fiction-Roman geschrieben von Douglas Adams. Neben dem Roman gibt es auch eine passende Verfilmung und du fragst dich zurecht, was diese Geschichte mit diesem Blog zu tun hat.

Fragen und Suchen nach dem Sinn

Teil des Romans ist die Frage „nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest“, kurzum: Die Frage nach dem Sinn des Seins – Kommt dir das bekannt vor? Du wärst jedenfalls weder der/die Einzige und noch die/der Erste (an dieser Stelle viele Grüße ins antike Griechenland!).

Sinn des Lebens – Antworten finden

Um diese Frage, „die Frage aller Fragen“ zu beantworten, wird von einer außerirdischen Kultur ein Supercomputer speziell zu diesem Zweck gebaut. Dieser Supercomputer ist extrem leistungsfähig, braucht allerdings dennoch 7,5 Millionen Jahre Rechenzeit, um die Antwort zu ermitteln. Nach 7,5 Millionen Jahren Rechenzeit, schließlich – die Fragenden bzw. deren Nachkommen höchst gespannt – verkündet er die Antwort: Sie laute „42“ und sei mit Sicherheit korrekt. Dass die Protagonisten mit dieser Antwort nicht viel anfangen können und entsprechend unzufrieden sind, erklärt der Supercomputer damit, dass die Frage zwar angedeutet, jedoch nie präzise als Frage formuliert wurde. Der Computer selbst, trotz seiner Rechenkapazitäten, sieht sich jedoch nicht in der Lage die zugehörige Frage zur Antwort „42“ zu ermitteln. Und dann geht die Suche los bzw. weiter.

Und dann geht die Suche los bzw. weiter.

Der Charakter des Suchens

Das zur Geschichte von Douglas Adams. Was hat das mit dir zu tun?

Wenn wir fragen, wollen wir für gewöhnlich eine Antwort. Wenn wir etwas Suchen wollen wir etwas Finden. Das heißt, dass Fragen und Suchen sehr zielgerichtet sind und wir ein Ergebnis oder gar DIE Lösung erwarten.

Ich wär‘ so gerne ….

Ein Ziel ist immer woanders verortet. Das kannst du dir gut bildlich vorstellen: Du bist an einem Punkt A, z.B. zu Hause und möchtest an einen Punkt B, z.B. an den Strand, weil du Wasser gern hast und dich mal wieder so richtig entspannen willst. (Such dir gern an dieser Stelle für dich passende Beispiele aus.) Es ist klar: Du befindest dich gerade an dem einen Ort und allein der Gedanke, dass du jetzt gern woanders wärst, um …irgendwas zu machen oder zu sein, ist ebenso ganz woanders und bringt dich selbst dadurch woanders hin. Nämlich in eine Wunschvorstellung

…woanders

Du bist zu beschäftigt damit, etwas zu verfolgen, dass du das Eigentliche verpasst – nämlich das, was ist.

Solange du zu einem bestimmten Ziel willst, auf der Suche bist, befindest du dich an einem anderen Ort, als du gerade tatsächlich bist. Du bist zu beschäftigt damit, etwas zu verfolgen, dass du das Eigentliche verpasst – nämlich das, was ist.

Zielsetzung und Selbstwirksamkeit

Verstehe mich nicht falsch. Es ist großartig und wichtig, sich Ziele zu setzen, sich dafür einzusetzen und diese zu erreichen. So erfahren wir unsere Selbstwirksamkeit und die Menschheit hat auf diese Weise unglaubliche Sachen entwickelt und Meilensteine erreicht. Wir erleben, dass wir wirklich Dinge verändern können, wenn wir wollen, und tiefgreifende Prozesse in Gang setzen. Auf diese Weise ist es uns möglich das Leben nach unserem Geschmack zu gestalten

Frei und freudvoll handeln und dein Leben gestalten

Die Wirklichkeit […] anzunehmen, bedeutet nicht, dass du einverstanden sein musst.
Es bedeutet nur […], die aktuellen Gegebenheiten […] nicht zu verleugnen.

Um diese schöpferische, gestalterische Freiheit jedoch wirklich und gleichzeitig frei zu leben, ist es unbedingt notwendig, die Wirklichkeit und das, was gerade ist, überhaupt erst einmal anzunehmen und somit empfänglich und durchlässig für sie zu sein. Denn das was ist, bildet für diesen Moment deinen Ausgangspunkt für alle anderen unendlichen Möglichkeiten. Erst wenn du das, was Tatsache ist, wahr- und annimmst, kannst du deinen weiteren Weg wirklich FREI gestalten. Frei nach deiner Neigung, deiner Lust, deiner Freude und frei von falschen Annahmen, frei von unbewussten Zwängen und vorgegebenen Mustern. Die Wirklichkeit, so wie sie sich dir gerade darstellt, anzunehmen, bedeutet nicht, dass du einverstanden sein musst. Es bedeutet einfach nur, die aktuellen Gegebenheiten – ob sie nach deinem Geschmack sind oder nicht – nicht zu verleugnen.

[…] schöpferische, gestalterische Freiheit wirklich und frei […] leben

Suchst du noch oder findest du schon?

Du kannst wählen, ob du deine Fragen-, Gedanken- und Gefühlsmaschine auf Hochtouren laufen lassen und dadurch die ganze Zeit auf der Suche sein willst oder anfangen möchtest, Antworten zu finden. Denn, wenn du ununterbrochen im Suchmodus bist, kann es sein, dass du all die Antworten, die dir das Leben serviert, übersiehst, ignorierst und gar nicht wahrnimmst.

Du kannst wählen.

Der Teufelskreis der ständigen Suche –
Bist du bereit Platz zu nehmen?

Wie in der eingangs erwähnten Geschichte, wird dich eine schlichte Antwort nicht zufrieden stellen. Sie wird noch mehr Fragen und womöglich Unverständnis aufwerfen. Genauso täte es jedoch ein komplexere Antwort: Alle Informationen wären Kondensationskeime, an denen sich eine Vielzahl weiterer Fragen und folglich weitere Suchen niederschlügen und anschlössen.

Dem Ewigsuchenden ist keine Antwort genug.

Hong Sang Ha

Dem Ewigsuchenden ist keine Antwort genug.

P.S.: Achtung Spoiler! In „Per Anhalter durch die Galaxis“ schlägt der bekannte Supercomputer vor, einen weiteren, noch leistungsfähigeren Computer zu erstellen. Dieser soll präzise die konkrete Frage aller Fragen ermitteln. Der neue Computer ist so komplex, dass auch organisches Leben Teil der Berechnungs- und Arbeitsstruktur des Rechners bildet. Et voilá: Der Planet Erde.
Jedoch kurz bevor das Berechnungsprogramm die Lösung ermitteln und – in Form eines Gedankens im Kopf eines pubertierenden Mädchens – auswerfen kann, wird die Erde von einer kosmischen Bauflotte gesprengt: Sie lag im Weg einer geplanten Hyperraum-Umgehungsstraße, welche gebaut werden sollte.

Tritt ein. Nimm Platz. Du bist nicht allein.

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